Bibelverse zum Jahreswechsel
Für den Gottesdienst am Altjahrsabend, die Andacht zum neuen Jahr, den Gemeindebrief oder eine Karte: Verse zum Zurückschauen, Danken und Weitergehen.
Die Verse stehen im gemeinfreien Wortlaut der Lutherbibel 1912. Gedruckt wird ein Vers meist in einer heutigen Übersetzung; unter jedem Kapitel stehen die Links zu Luther 2017 und zur Einheitsübersetzung.
Die Wochensprüche
- Altjahrsabend(31. Dezember)Psalm 31,16a
- Neujahrstag(1. Januar)Hebräer 13,8
Wochensprüche nach der Perikopenordnung der EKD (seit 2018).
13 Bibelverse
Psalm 31,16Meine Zeit steht in deinen Händen
„Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen.“
Lutherbibel 1912 (gemeinfrei) Die eigene Zeit abgeben, ohne passiv zu werden: ein Satz für Übergänge und für das Älterwerden.
Hebräer 13,8Gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit
„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“
Lutherbibel 1912 (gemeinfrei) Beständigkeit im Wandel; ein Satz für Jahreswechsel und für Menschen, denen sich vieles verändert.
Jesaja 41,10Fürchte dich nicht, ich bin mit dir
„… fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“
Lutherbibel 1912 (gemeinfrei) Die Jahreslosung 2027: eine Zusage gegen die Angst, die nicht erklärt, sondern hält.
Psalm 65,12Du krönst das Jahr mit deinem Gut
„Du krönst das Jahr mit deinem Gut, und deine Fußtapfen triefen von Fett.“
Lutherbibel 1912 (gemeinfrei) Ein Rückblick als Dank: das Jahr wird gekrönt, nicht bilanziert.
Psalm 103,1–5Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat
„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat:“
Psalm 103,2 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei) Der Psalm zählt auf, was gut war, und übt damit eine Haltung ein, die den Blick verändert.
Klagelieder 3,22–23Jeden Morgen neu
„22Die Güte des HERRN ist's, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.“
Lutherbibel 1912 (gemeinfrei) Mitten in der Klage steht ein Satz über Erbarmen, das jeden Morgen neu beginnt.
Prediger 3,1–8Alles hat seine Zeit
„1Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. 2Geboren werden und sterben, pflanzen und ausrotten, was gepflanzt ist, 3würgen und heilen, brechen und bauen, 4weinen und lachen, klagen und tanzen,“
Prediger 3,1–4 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei) Lebensphasen werden ohne Wertung nebeneinandergestellt: weinen und lachen, halten und loslassen.
Psalm 90,12Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen
„Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden.“
Lutherbibel 1912 (gemeinfrei) Endlichkeit als Grund für Weisheit, nicht für Angst.
Sprüche 16,9Der Mensch plant, Gott lenkt
„Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein gibt, daß er fortgehe.“
Lutherbibel 1912 (gemeinfrei) Planen ist erlaubt und nötig; die Richtung liegt trotzdem nicht ganz in eigener Hand.
Jesaja 43,19Siehe, ich will ein Neues schaffen
„Denn siehe, ich will ein Neues machen; jetzt soll es aufwachsen, und ihr werdet's erfahren, daß ich Weg in der Wüste mache und Wasserströme in der Einöde,“
Lutherbibel 1912 (gemeinfrei) Neuanfang wird angekündigt, bevor man ihn sieht; die Frage ist, ob man ihn erkennen will.
Jeremia 29,11Gedanken des Friedens
„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.“
Lutherbibel 1912 (gemeinfrei) Zukunft wird als Zusage gesprochen, nicht als Plan; der Kontext ist das Exil, nicht der Erfolg.
Hinweis: Nicht als persönliches Erfolgsversprechen lesen; das Wort gilt einem Volk im Exil.
Psalm 121,1–8Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang
„7Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele; 8der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit.“
Psalm 121,7–8 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei) Behütet beim Ausgehen und Heimkommen: ein Segenswort für den Weg in ein neues Jahr.
4. Mose 6,24–26Der Segen, der über allem steht
„24Der HERR segne dich und behüte dich; 25der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; 26der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“
Lutherbibel 1912 (gemeinfrei) Der älteste Segen der Bibel spricht Schutz, Freundlichkeit und Frieden zu, ohne Bedingung.
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