Bibelverse · mit KI-Hilfe erstellt

Bibelverse für Trauer und Abschied

Für die Trauerfeier, die Traueranzeige, eine Karte oder die Andacht zum Ewigkeitssonntag: Verse, die Trauer nicht kleinreden und trotzdem Hoffnung lassen. Zu jedem steht ein Satz, was er sagt, und manchmal, wofür er sich nicht eignet.

Die Verse stehen im gemeinfreien Wortlaut der Lutherbibel 1912. Gedruckt wird ein Vers meist in einer heutigen Übersetzung; unter jedem Kapitel stehen die Links zu Luther 2017 und zur Einheitsübersetzung.

24 Bibelverse

  • Psalm 23,1–6Geführt durch das finstere Tal

    „1Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. 2Er weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab trösten mich. 5Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Der Psalm behauptet nicht, dass es keine dunklen Täler gibt; er sagt zu, dass jemand mitgeht.

  • Psalm 121,1–8Woher kommt mir Hilfe

    „1Ein Lied im höhern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen von welchen mir Hilfe kommt. 2Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“
    Psalm 121,1–2 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Ein Pilgerlied für Aufbrüche und Abschiede: Schutz wird zugesagt, nicht Sorglosigkeit.

  • Psalm 90,12Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen

    „Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Endlichkeit als Grund für Weisheit, nicht für Angst.

  • Psalm 130,1–8Aus der Tiefe rufe ich

    „1Ein Lied im höhern Chor. Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir. 2Herr, höre auf meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!“
    Psalm 130,1–2 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Ein Gebet, das die Tiefe nicht überspringt und trotzdem wartet, wie Wächter auf den Morgen.

  • Psalm 73,23–26Dennoch bleibe ich stets bei dir

    „23Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, 24du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich in Ehren an. 25Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. 26Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Festhalten, obwohl vieles unverständlich bleibt; ein Trotzdem, das nicht erklären muss.

  • Psalm 126,1–6Die mit Tränen säen

    „5Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. 6Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.“
    Psalm 126,5–6 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Die Erinnerung an erlebte Befreiung wird zur Hoffnung für das, was noch aussteht.

  • Psalm 34,19Nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind

    „Der HERR ist nahe bei denen, die zerbrochnes Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagen Gemüt haben.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Gottes Nähe wird gerade dort zugesagt, wo ein Mensch nichts mehr vorzuweisen hat.

  • Psalm 30,6Am Morgen kommt die Freude

    „Denn sein Zorn währt einen Augenblick, und lebenslang seine Gnade; den Abend lang währt das Weinen, aber des Morgens ist Freude.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Nacht und Morgen als Bild für einen Wechsel, der nicht herbeigeredet, sondern erwartet wird.

  • Prediger 3,1–8Alles hat seine Zeit

    „1Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. 2Geboren werden und sterben, pflanzen und ausrotten, was gepflanzt ist, 3würgen und heilen, brechen und bauen, 4weinen und lachen, klagen und tanzen,“
    Prediger 3,1–4 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Lebensphasen werden ohne Wertung nebeneinandergestellt: weinen und lachen, halten und loslassen.

  • Hiob 19,25Ich weiß, dass mein Erlöser lebt

    „Aber ich weiß, daß mein Erlöser lebt; und als der letzte wird er über dem Staube sich erheben.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Ein Bekenntnis aus tiefstem Leid, gesprochen, bevor sich irgendetwas gebessert hat.

    Hinweis: Hiob sagt das mitten in der Klage; der Vers ist kein Grund, die Klage abzukürzen.

  • Jesaja 43,1Ich habe dich bei deinem Namen gerufen

    „Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Zugehörigkeit kommt vor jeder Leistung; ein Taufwort, das ein Leben lang trägt.

  • Jesaja 66,13Wie einen seine Mutter tröstet

    „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem ergötzt werden.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Gottes Trost im Bild einer Mutter; der Vers war die Jahreslosung 2016.

  • Klagelieder 3,22–23Jeden Morgen neu

    „22Die Güte des HERRN ist's, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Mitten in der Klage steht ein Satz über Erbarmen, das jeden Morgen neu beginnt.

  • Matthäus 5,3–10Die Seligpreisungen

    „3Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. 4Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. 5Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. 6Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“
    Matthäus 5,3–6 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Wer hier selig genannt wird, überrascht: die Trauernden, die Sanftmütigen, die Hungernden nach Gerechtigkeit.

  • Johannes 11,25–26Ich bin die Auferstehung und das Leben

    „25Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; 26und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Die Zusage am Grab, gesprochen zu einer Frau, die ihren Bruder verloren hat.

  • Johannes 14,1–3Euer Herz erschrecke nicht

    „1Und er sprach zu seinen Jüngern: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet an Gott und glaubet an mich! 2In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin euch die Stätte zu bereiten. 3Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Trost vor dem Abschied: ein Ort wird zugesagt, nicht erklärt.

  • Johannes 16,22Ihr habt nun Traurigkeit

    „Und ihr habt auch nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Die Traurigkeit wird nicht wegerklärt; versprochen wird eine Freude, die niemand nehmen kann.

  • Lukas 24,13–35Der Weg nach Emmaus

    „28Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hineingingen; und er stellte sich, als wollte er weiter gehen. 29Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. 30Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. 31Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. 32Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete?“
    Lukas 24,28–32 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Zwei Trauernde werden begleitet, ohne es zu merken; erst beim Brotbrechen gehen ihnen die Augen auf.

  • Römer 8,38–39Nichts kann uns scheiden

    „38Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm HERRN.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Die große Zusage: keine Macht, kein Tod und kein Leben trennen von der Liebe Gottes.

  • Römer 14,8Wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn

    „Leben wir, so leben wir dem HERRN; sterben wir, so sterben wir dem HERRN. Darum, wir leben oder sterben, so sind wir des HERRN.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Leben und Sterben liegen in derselben Hand; ein Vers, der oft über Traueranzeigen steht.

  • Römer 12,15Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden

    „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Mitgefühl in beide Richtungen; die zweite Hälfte ist oft die schwerere.

  • 1. Korinther 13,13Glaube, Hoffnung, Liebe

    „Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Was bleibt, wenn alles andere vergeht; ein Satz für Hochzeiten und für Abschiede.

  • Johannes 1,5Das Licht scheint in der Finsternis

    „Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen.“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Ein Satz, der die Finsternis nicht leugnet und dem Licht trotzdem das letzte Wort lässt.

  • Offenbarung 21,4–5Gott wird abwischen alle Tränen

    „4… und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß!“
    Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

    Ein Zukunftsbild gegen den Tod: keine Tränen, kein Schmerz, und alles wird neu.

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