Jahreslosung 2027 · Jesaja 41,10 · etwa 5 Minuten · mit KI-Hilfe erstellt

Andacht zur Jahreslosung 2027

Die Jahreslosung 2027 verspricht kein Jahr ohne Schweres. Sie verspricht, dass Gott mitgeht, stärkt und hält, auch wenn die Angst wiederkommt.

Anlass:
Andacht
Dauer:
etwa 5 Minuten
Für wen:
Gemeinde zum Jahresbeginn; auch für Kreise und den Gemeindebrief
Bibelstelle:
Jesaja 41,10

Jahreslosung 2027

„… fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“
Jesaja 41,10 · Lutherbibel 1912 (gemeinfrei)

Gedruckt wird der Vers meist im Wortlaut einer heutigen Übersetzung. Hier steht der gemeinfreie Wortlaut von 1912; die heutige Fassung liest du über die Links unten.

Das ganze Kapitel: Lutherbibel 1912 (predigtinspiration.de) · Luther 2017 (die-bibel.de) · Einheitsübersetzung (bibleserver.com)

Die Andacht

Ein neues Jahr liegt vor uns. Manche Kalender sind schon gut gefüllt. Termine stehen fest, Aufgaben warten, Pläne werden gemacht. Anderes ist noch offen. Niemand weiß, welche Nachrichten uns erreichen, welche Wege sich auftun oder welche Abschiede bevorstehen. Am Jahresanfang stehen Hoffnung und Sorge oft dicht nebeneinander.

Mitten in diese Offenheit hinein begleitet uns die Jahreslosung aus Jesaja 41,10: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Diese Worte reden die Angst nicht klein. Sie sagen nicht: Es wird schon nichts passieren. Ihr tragender Grund ist vielmehr Gottes Nähe: „Ich bin mit dir.“ Das ist kein Versprechen für ein Jahr ohne Belastungen, Enttäuschungen oder schwere Entscheidungen, sondern eine Zusage für den Weg hindurch.

„Fürchte dich nicht“ kann zunächst wie eine Aufforderung klingen: Reiß dich zusammen. Sei mutig. Denk positiv. Doch so ist es hier nicht gemeint. Die Angst muss nicht erst verschwinden, bevor Gottes Nähe gelten kann. Der Zuspruch steht nicht am Ende einer gelungenen Selbstüberwindung. Er steht am Anfang: Ich bin mit dir.

Das entlastet. Wir müssen am Jahresbeginn keine Stärke vorspielen, die wir nicht haben. Wir dürfen uns auf das Kommende freuen. Wir dürfen zugleich benennen, was uns beunruhigt: die Gesundheit eines nahen Menschen, Spannungen in der Familie, Unsicherheit am Arbeitsplatz, Kriege und Krisen, die Sorge um unsere Gemeinde oder die Frage, ob die eigene Kraft reichen wird. Glaube bedeutet nicht, für all das sofort eine Antwort zu besitzen.

Gott sagt: „Ich stärke dich, ich helfe dir auch.“ Diese Hilfe lässt sich nicht wie ein fertiger Jahresplan ausbreiten. Manchmal zeigt sie sich in einem klaren Gedanken. Manchmal in einem Menschen, der anruft, zuhört oder eine Aufgabe mitträgt. Manchmal besteht die nötige Stärke nur darin, den nächsten kleinen Schritt zu gehen oder um Hilfe zu bitten. Die Zusage garantiert nicht, dass alles nach unseren Vorstellungen gelingt. Sie lädt dazu ein, auch in unübersichtlichen Zeiten mit Gottes Begleitung zu rechnen.

Besonders eindrücklich ist das letzte Bild: „Ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Eine Hand kann festhalten, wenn der Boden unsicher wird. Sie kann aufrichten, ohne zu zerren. Sie kann schützen, ohne jeden schwierigen Weg auszusparen. Gottes Hand bewahrt uns nicht davor, Menschen zu brauchen. Oft erfahren wir Halt gerade durch verlässliche Gemeinschaft, durch ehrliche Worte und durch geteilte Lasten.

So müssen wir dieses Jahr nicht schon heute bewältigen. Es genügt, es Tag für Tag zu empfangen. Wir gehen nicht mit einer Garantie auf Erfolg. Wir gehen mit einer Zusage: „Ich bin mit dir.“ Diese Worte dürfen uns begleiten, wenn wir zuversichtlich aufbrechen, und auch dann, wenn die Angst wiederkehrt.

Gott, du kennst das neue Jahr und du kennst uns. Du siehst unsere Hoffnung und unsere Sorge. Stärke uns, wenn unsere Kraft klein wird. Hilf uns, Hilfe anzunehmen und anderen beizustehen. Halte uns in deiner gerechten Hand und begleite uns auf jedem Schritt. Amen.

Lieder

  • EG 65„Von guten Mächten treu und still umgeben“zum Eingang
  • EG 64„Der du die Zeit in Händen hast“nach dem Impuls
  • EG 395„Vertraut den neuen Wegen“zum Ausgang

Mach sie zu deiner Andacht

Im Arbeitsplatz stehen Anlass, Bibelstelle und Lieder schon drin, der Text liegt als Entwurf bereit. Erzähl an der markierten Stelle etwas Eigenes, kürze, ändere, und nimm sie mit, ausgedruckt oder als Datei.

Kostenloses Konto, Link per E-Mail, kein Passwort.

Entworfen im Arbeitsplatz von Predigtinspiration, mit KI-Hilfe. Bibeltext: Lutherbibel 1912 (gemeinfrei). Liednummern: Evangelisches Gesangbuch, Stammteil.