Monatsspruch Dezember 2026 · Jesaja 11,7 · etwa 5 Minuten · mit KI-Hilfe erstellt
Andacht zum Monatsspruch Dezember 2026
Jesaja malt ein Bild, das es so noch nicht gibt: Tiere, die einander gefährlich wären, ruhen beieinander. Im Advent wird daraus Hoffnung auf Gottes Frieden und der Mut zu kleinen Schritten.
- Anlass:
- Andacht
- Dauer:
- etwa 5 Minuten
- Für wen:
- Gemeinde im Advent; auch als Andacht im Gemeindebrief
- Bibelstelle:
- Jesaja 11,6–9
Monatsspruch Dezember 2026
„Kühe und Bären werden auf der Weide gehen, daß ihre Jungen beieinander liegen; und Löwen werden Stroh essen wie die Ochsen.“
Gedruckt wird der Vers meist im Wortlaut einer heutigen Übersetzung. Hier steht der gemeinfreie Wortlaut von 1912; die heutige Fassung liest du über die Links unten.
Die ganze Stelle lesen: Jesaja 11,6–9
6Die Wölfe werden bei den Lämmern wohnen und die Parder bei den Böcken liegen. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh miteinander treiben. 7Kühe und Bären werden auf der Weide gehen, daß ihre Jungen beieinander liegen; und Löwen werden Stroh essen wie die Ochsen. 8Und ein Säugling wird seine Lust haben am Loch der Otter, und ein Entwöhnter wird seine Hand stecken in die Höhle des Basilisken. 9Man wird niemand Schaden tun noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land ist voll Erkenntnis des HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt.
Das ganze Kapitel: Lutherbibel 1912 (predigtinspiration.de) · Luther 2017 (die-bibel.de) · Einheitsübersetzung (bibleserver.com)
Die Andacht
Im Advent stellen wir Lichter in unsere Fenster. Draußen wird es früh dunkel, drinnen brennt eine Kerze. Ihr Licht verändert nicht sofort die ganze Welt. Aber es setzt ein Zeichen: Die Dunkelheit soll nicht alles bestimmen. Wir warten auf Weihnachten. Und mit Weihnachten warten wir auf einen Frieden, der tiefer reicht als ein paar ruhige Feiertage.
Jesaja malt diesen Frieden in überraschenden Bildern: „Kühe und Bären werden auf der Weide gehen, daß ihre Jungen beieinander liegen; und Löwen werden Stroh essen wie die Ochsen.“ (Jesaja 11,7) Tiere, die einander gefährlich werden könnten, teilen denselben Lebensraum. Die Jungen liegen beieinander, ohne fliehen zu müssen. Dieses Bild verspricht nicht, dass heute schon alle Bedrohung verschwunden wäre. Aber es öffnet den Blick für Gottes Zukunft: Feindschaft und Angst sollen nicht das letzte Wort behalten.
Das ist ein großes Bild. Vielleicht gerade deshalb braucht es kleine Schritte. Denn unser Alltag sieht oft anders aus. Menschen gehen einander aus dem Weg. Ein scharfes Wort bleibt tagelang im Gedächtnis. In Familien, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft und sogar in Gemeinden entstehen Fronten. Man weiß genau, was die andere Person falsch gemacht hat. Und manchmal gibt es gute Gründe, Abstand zu halten. Frieden bedeutet nicht, Unrecht zu verschweigen oder notwendige Grenzen aufzugeben.
Jesajas Friedensbild lädt dennoch dazu ein, den anderen nicht auf seine Rolle als Gegner festzulegen. Der Bär bleibt ein Bär. Die Kuh bleibt eine Kuh. Frieden entsteht hier nicht dadurch, dass alle Unterschiede verschwinden. Das Wunder liegt darin, dass sie beieinander sein können, ohne einander zu bedrohen.
Solche kleinen Schritte stellen Gottes Frieden nicht aus eigener Kraft her. Wir müssen Gottes Zukunft nicht erarbeiten. Das wäre eine viel zu schwere Last. Advent heißt zuerst: Wir warten darauf, dass Gott kommt. Wir leben aus dem Zuspruch, dass seine Gnade uns längst entgegenkommt. Weil wir nicht alles vollbringen müssen, können wir das Nächste tun: eine Nachricht schreiben, ein vorschnelles Urteil zurücknehmen, jemanden ausreden lassen, um Verzeihung bitten oder einem einsamen Menschen Zeit schenken.
Jesaja führt das Bild noch weiter: „Man wird niemand Schaden tun noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land ist voll Erkenntnis des HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt.“ (Jesaja 11,9) Gottes Frieden betrifft nicht nur die Stimmung einzelner Menschen. Er umfasst das ganze Land, dicht und tief wie Wasser das Meer. Noch erleben wir diese Fülle nicht; Leid, Gewalt und Angst bleiben bedrängende Wirklichkeit. Doch mitten darin hält uns dieses Wort eine Hoffnung offen, die größer ist als unsere Möglichkeiten.
Im Advent zünden wir Lichter an, obwohl es dunkel ist. Wir üben Frieden, obwohl die Welt noch unfriedlich ist. Wir lassen uns von der Hoffnung bewegen, dass einmal niemand mehr Schaden tun soll. Vielleicht beginnt der nächste Schritt ganz unscheinbar: dort, wo zwei Menschen nicht länger nur gegeneinanderstehen, sondern einander neu ansehen.
Gott, du Quelle des Friedens, richte unseren Blick auf deine Zukunft. Bewahre uns vor Gleichgültigkeit und vor der Illusion, alles selbst schaffen zu müssen. Schenke uns Mut zum ersten Schritt, Geduld miteinander und offene Augen für Menschen, die Schutz brauchen. Lass dein Licht in unserer Dunkelheit leuchten. Amen.
Lieder
- EG 30„Es ist ein Ros entsprungen“zum Eingang
- EG 7„O Heiland, reiß die Himmel auf“nach dem Impuls
Mach sie zu deiner Andacht
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Entworfen im Arbeitsplatz von Predigtinspiration, mit KI-Hilfe. Bibeltext: Lutherbibel 1912 (gemeinfrei). Liednummern: Evangelisches Gesangbuch, Stammteil.